Intertreck

         

 

SITEMAP
ÜBER UNS
 

SÜDAMERIKA-KARIBIK

Argentinien
Bolivien
Brasilien
Chile

Ecuador

Galápagos

Kuba

Mexiko-Guatemala
Guyana

Patagonien

Peru

Suriname

 
AFRIKA
Madagaskar
Zambia (Sambia)
Zimbabwe
 
OZEANIEN
Melanesien
 
ASIEN
Bhutan
China
Himalaya
Indien
Indonesien
Kambodscha
Kirgisien
Ladakh
Laos
Myanmar
Nepal
Taiwan
Thailand
Tibet
Vietnam mit Waterways
INFORMATION
Mitarbeiter
Anforderungen
Leistungen
Rabatte
Reisebedingung
Reisegarantie
Wegbeschrieb
Wettbewerb

 

reisegarantie

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Reisegarantie

 

 

Die schönsten Trekkings und Abenteuer Reisen mit Intertreck, St. Gallen, Schweiz

Trekkings, Expeditionen, Urwald Trekking, Kanu Trekking, Wüsten Safari, Kamel Trekking, Ayurveda Ferien in Kerala

 

Über Heilpflanzen, Wiederaufforstung und die Zusammenarbeit mit den Indianern

Cecropias überwuchern ein neu angeschwemmtes Stück Land oder eine Weide. Cecropias sind schnell wachsende Weidholzbäume, zu ihnen gehören auch die Balsa-Bäume. Ihre grossen Blätter ersticken fast alles darunter wachsende. Dann beginnt die Entwicklung der edlen Urwaldbäume, die im Schatten der Cecropias gedeihen.

 

  

Oben im Bild sind noch die grossen Blätter der Cecropias sichtbar, dazwischen wachsen bereits kleine Primarios wie Palmen, Cedros und weitere Hartholzbäume. Im kleinen Bild: Der kleine, feinblättrige Cedro fino hat bald die Höhe der Cecropias erreicht. Die Cecropias werden – von Käfern von innen her geschwächt – umfallen, der Cedro fino wird weiter über die Höhe der Cecropias hinaus wachsen.


Bild unten: Ein voll entwickelter Ceibo.

Wie die kostbaren Edelholzbäume wachsen

Text von Martin Hug

Vom Jugendtraum zur Urwald-Lodge
Am Anfang war der Traum vom Urwald und der Bekanntschaft mit Indianern. Vom Erforschen der Heilpflanzen und von Abenteuern. Von Kanufahrten und Entdeckungen. 1998 machte ich mich auf eine Reise, um im Amazonas Ecuadors den richtigen Platz zu finden. Ich hatte mich vorher mit den verschiedenen Urwaldarten beschäftigt. Es gibt Nebelwald an den Anden-Ostabhängen, in denen es wochenlang nur Nebel und Regen gibt, es gibt Urwälder, in denen es monatelang trocken und heiss ist, beides war für unseren Traum nicht das Richtige.
Vom Klima her ist es am angenehmsten in der Nähe des Äquators, also im Tiefland, im Amazonas Ecuadors, auf 200 m ü. M. Direkt unter dem Äquator gibt es zwar regelmässig echte tropische Regenschauer, aber diese gehen vorüber. Dann folgen wieder ein paar Stunden Sonnenschein. Es ist der ununterbrochene Wechsel von Schauern und Sonnenschein, der die erstaunliche Artenvielfalt des Amazonas am Äquator hervorruft.

Vom Traum zur interessanten Aufgabe
Nach einer mehrwöchigen Rekognoszierungsreise fand ich ein mehrere Quadratkilometer grosses Stück Primärurwald an einem traumhaften Urwaldfluss. Es liegt direkt zwischen einem Indianer-Reservat und einem Nationalpark und ist Teil eines Primärurwaldes, der unendlich grösser ist als die Schweiz. Damals war es möglich, dieses Stück zu kaufen. Bis auf fünf Prozent war alles Primärurwald, bestehend aus Flüssen, Sümpfen, Lichtungen und dichtem Urwald. Aber es gab am Fluss auch einige kleine Bereiche, auf denen vor 20 Jahren Kaffee und Kakao angepflanzt wurde. Ein weiteres Landstück war vor Jahren als Weide genutzt worden. Es ging darum, auch diese Landstücke wieder dem Primärurwald zurückzugeben.

Wie wächst der Primärurwald?
Wir machten mehrere Experimente mit Wiederaufforstung, «reforestation» wie es dort genannt wird, diese «reforestation».
Auch machten wir uns immer wieder zu Exkursionen in den Urwald auf, um mit den Indianern zusammen Heilpflanzen zu entdecken.

 
Ein Secoya-Indianer schlägt im
Sekundärurwald eine Schneise und
pflanzt kleine, edle «Primarios» an.

  Eine Morete-Palme. Sie wird später Früchte tragen, die Tiere anziehen. Insgesamt kennt man im Amazonas 700 Palmenarten.

  Die Früchte ziehen viele Tiere, wie Affen und Vierbeiner auf dem Boden sowie Papageien an. Unser Ziel ist es, möglichst viele Tiere anzulocken.

Oben: Ein Ceibo, er wurde vor zwei Jahren gepflanzt.

 

 

 

Unten: Der gleiche Ceibo. Als Schutz vor gefrässigen Tieren gibt es viele Stacheln am Stamm.

Dieser Balsa-Baum ist ebenfalls nur zwei Jahre alt, aber als schnell wachsender Weichholz-Baum schon viel höher als der Ceibo.

 

 

Wiederaufforstung

Das Folgende ist nicht wissenschaftlich, beruht jedoch auf praktischen und echten Erfahrungen. Wir freuen uns jedoch ausserordentlich, wenn Wissenschaftler und interessierte Laien ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Ziel war es, jene zwei kleineren Landstücke, die vor Jahren für Kaffeeanbau und Weiden gebraucht wurden, wieder in Primärurwald umzuwandeln. Ein Fachmann des «Ministerio del Medio Ambiente» (Umweltministerium) gab uns einige Ratschläge. Wir experimentierten da und dort, aber erfolglos. Das Problem war auch nicht dringend, da die weitere Umgebung ohnehin aus Primärurwald bestand.

Dann machten wir erstaunliche Erfahrungen – die Natur löst das Problem selbst
«Unser» Fluss, der nur zirka 80 m breit war, verbreiterte sich jedes Jahr. Inzwischen ist er 160 m breit. Dies, weil es weiter oben am Ostabhang der Anden (aber nicht bei «uns» in der Aramacao-Lodge unten) mehr regnet. Der Fluss bringt gewaltige Mengen an Wasser – er musste einfach breiter werden. Zudem besteht der Boden des Urwaldes aus unterschiedlichen Schichten. Eine Schicht ist lehmig, diese setzt dem Wasser relativ viel Widerstand entgegen. Die nächste Schicht ist sandig, sie wird leicht abgetragen. So verschwand bei uns die Front am Fluss, 50 Meter sandige Erde wurde entlang des Flusses weggespült. Einige Jahre später wird der Fluss vielleicht wieder eine neue lehmige oder sandige Schicht bringen, einen Hügel, eine Sandbank oder eine Insel. Stabil ist nichts.

Die frühere Weide war innert drei Jahren von Cecropias (Moraceae) überwachsen. Cecropias umfassen schnell wachsende Weichholz-Bäume, wie zum Beispiel Balsa-Bäume, welche riesige Blätter haben. Die Blätter fallen hinunter und ersticken das Gras und die alten Kaffebäume. Hier half die Natur viel schneller als erwartet. Ein Gang durch den Cecropia-Wald mit unserem Führer Juan und dem Indianer Nelson zeigte Interessantes. Zwischen den Cecropias wuchsen bereits wieder edle «Primarios», zwar noch klein, manche aber doch schon 6 m hoch. Das Land hatte über Jahrzehnte Samen gespeichert und die Vögel hatten mit ihrer Art Düngung das Ihre beigetragen. Der alte Reichtum des Urwaldes startete von Neuem. Auf unserem Rundgang entdeckten wir Ceibos, Igeron, Morete, Capirona, Bambus und viele weitere Bäume. Nun war es Zeit, die Cecropias auszulichten, so dass die Primarios schneller wachsen konnten.

Wussten Sie, dass zum Aufforsten Wind gehört?
Besonders interessant war für mich auch die Erklärung des Indianers, dass bestimmte Bäume «ventilation» (= Wind) benötigen. «Primarios» gedeihen unter Umständen nicht, selbst wenn sie genügend Licht haben, bis man eine Schneise aus dem Wald so schneidet, dass Wind durch die Blätter der «Primarios» weht.
Vor vier Jahren starteten wir ein Experiment zusammen mit einem Secoya-Indianer, der bei uns als Führer arbeitet. Er schlug vier Meter breite Schneisen in den Sekundärwald, der die frühere Kaffeeplantage abgelöst hatte, und pflanzte einige «Primarios» *) wie Igeron, Morete, Chonta, Cedro, Lauarel, Pambill, Ceibos und Soho an.
Dank der Schneisen zwischen den hohen Bäumen ist es möglich, den Sonnenschein zu regulieren. Am Anfang ist die Schneise nur drei Meter breit, die Jungbäume erhalten noch wenig Sonnenschein. Später, wenn Sie grösser werden, wird man die Schneisen verbreitern, weil die Jungbäume mehr Sonne vertragen, und nach drei bis fünf Jahren wachsen sie ohnehin über den Sekundärwald hinaus.
Der SecoyaIndianer, der in den Schneisen angepflanzt hatte, war erfolgreich. Die zarten Pflänzchen waren innert zwei bis vier Jahren gewaltig gewachsen, einige waren sechs Meter hoch, andere hatten sich zu 15 Meter hohen, dicken Urwaldbäumen entwickelt.

*) Primarios sind im Wortschatz der Amazonas-Indianer alle edlen Bäume des Primärurwaldes, das heisst Hart- und Weichholzbäume. Für die Bäume wähle ich bewusst jene Namen, die im Amazonas verwendet werden.

Eine Saragosa-Liane, deren Saft von Indianern zum Heilen von Krämpfen und Kolliken verwendet wird.

Die Liane Uña de Gato rankt an grossen Bäumen hinauf (grosser Bogen rechts) oder wächst zehn Meter entlang des Bodens, um dann senkrechte Kreise zu bilden.

 

 

Heilpflanzen der nahen Umgebung

Die Secoya-Indianer wenden die Heilpflanzen des Urwaldes auch heute noch an.
Alle paar Jahre entdeckt man wieder eine neuealte Heilpflanze im Amazonas, wobei die Entdeckungen im Grunde genommen gar nicht so neu sind, denn die Indianer wenden diese Mittel schon seit Menschengedenken an. Zu diesen Pflanzen gehören insbesondere zwei, die bereits ihren Siegeszug durch die «alte» Welt begonnen haben und die die Gäste der Aramacao-Lodge im «oberen» Amazonas in Ecuador in der freien Natur selbst entdecken können.

Uña de Gato – Katzen Kralle (Uncaria tomentosa – eine Liane)
An einem Nachmittag machte ich mich mit Nelson, unserem indianischen Führer, auf, um die legendäre Liane Uña de Gato zu finden. Sie wächst in der Umgebung von Flüssen im sehr feuchten Boden oder auf Böden, die zeitweise von Wasser bedeckt sind. Nachdem wir den Urwald nur eine halbe Stunde durchstreift hatten, fanden wir etwa 20 Meter von einem kleinen Fluss entfernt die erste grosse Liane. Uña de Gato ist eine kräftige Liane von 3 bis 9 cm Durchmesser und vielen Metern Länge. Wenn man die Rinde abschneidet, findet man innen ein rotes Holz. Verwendet wird jedoch die Rinde. Zirka 30 g der Rinde werden in einem Liter Wasser aufgekocht. Der Sud wird benützt zur Stärkung der Immunabwehr, bei Arthritis, bei Problemen der Atmungsorgane oder gar bei Geschwüren. Diese Wunderliane ist so berühmt geworden, dass man sie in Peru oft gar nicht mehr findet, am Oberlauf des Amazonas in Ecuador findet man sie jedoch noch oft.

Sangre de Drago (Drachenblut)
Sangre de Drago ist ein dickflüssiges Harz, das von einem Baum gewonnen wird. Das Harz enthält das seltene Alkaloid Taspin, welches die Wundheilung dramatisch beschleunigt. Der Saft enthält auch phenolische Komponenten mit antiseptischen Wirkungen. Nelson demonstrierte mir, wie die Indianer Sangre de Drago statt eines Verbandes oder Heftpflaster benützen. Das rote, flüssige Harz wird über die Wunde und die Haut gestrichen, wo es ziemlich schnell trocknet und weiss wird. Es schützt so die Wunde sowohl physisch als auch gegen Bakterien. Unverdünntes Sangre de Drago wird von den Indianern auch bei Magengeschwüren eingenommen.



 
Aus den Stämmen dieses feinblätterigen Baumes wird Sangre de Drago gewonnen, welches die Wundheilung dramatisch beschleunigt.

 

 


Die Zusammenarbeit mit den Indianern

Unsere Indianer-Nachbarn betreuen die Wiederaufforstung und teilweise den Unterhalt und den Bau der Bungalows. Vor allem beteiligen sie sich an den UrwaldFührungen. Eine Secoya-Indianerin, Enkelin eines Schamanen, kennt die Heilpflanzen sehr genau. Je nach Programm führt sie unsere Gäste auf einer oder mehreren Exkursionen in die «Apotheke der Secoyas» ein. Unser nächster Nachbar, ein Secoya-Indianer, führt unsere Gäste durch sein Territorium. Wer möchte, kann mit ihm auf einer Nachtexkursion die Jagd erleben. Dazu braucht es sehr viel Geduld. Ein weiterer Indianer führt jene Besucher, die ein Trekking erleben möchten, auf einem kleinen Pfad durch den Urwald zu einem Fluss südlich unserer Lodge. Pferde tragen unser Gepäck. Gelegentlich besuchen wir das Indianer-Dorf weiter unten am Fluss.
Wir raten jenen Gästen, die Tiere sehen möchten, allein oder zu zweit mit einem Indianer eine Urwald-Exkursion zu unternehmen.
Die Lodge wird durch Mestizen geführt. Auch das zweite Restaurant wurde von Mestizen erbaut. Da alle gut spanisch sprechen, können wir uns gut unterhalten.


 

 


Aufbau der Aramacao-Lodge

Wir liessen unsere Häuser durch Indianer errichten. So konnten wir davon ausgehen, dass sie auf Grund Ihrer Erfahrungen die Bungalows richtig bauen würden. Das grosse Restaurant wurde durch Quichua-Indianer, die Häuser durch Secoya-Indianer im Stil ihrer eigenen Häuser erbaut. Wir fanden es romantischer, die Bäume bis nah an die Häuser stehen zu lassen. Es musste alles biologisch sein, wir verwenden – im Gegensatz zu üblichen Urwald-Gasthäusern – nicht das giftige, phenylphenolhaltige Holzkonservierungsmittel Maderol.
Die Natur zwang uns, dazuzulernen. Da wir zu viel Grün um die Häuser herum hatten, wurde es zu feucht. In einigen der Häuser war schon nach drei Jahren selbst das beste Hartholz morsch und musste ersetzt werden.
Zudem hatte sich der Fluss verbreitert und drei Häuser mitgenommen. Im Sommer 2003 musste auch das grosse Restaurant dran glauben: sein Platz, einschliesslich des früher 60 Meter grossen Vorplatzes, versank in den Fluten. – So ist der Aufbau wie auch der Unterhalt einer Urwald-Lodge für uns sehr lehrreich.
Für den Betrieb benötigten wir grosse Kanus. Wir entschieden uns beim ersten Mal für ein 12 Meter langes, neues und sehr schön angemaltes Kanu. Um dann beim Auffahren auf einen Baumstamm festzustellen, dass unter der neuen Farbe altes Holz war. Der Rat: Kaufen Sie nie ein schön bemaltes Kanu, kaufen Sie es roh und malen Sie es erst nach dem Kauf an. Auch wir befolgten diesen Rat. Bei einer Exkursion banden wir das neue Kanu am Ufer an, kamen drei Stunden später zurück. Das Kanu war in zwei Teilen. Ein Baum hatte es im Sturz zerschlagen. Das dritte Kanu bereitet uns nun sehr viel Freude, es besteht aus einem einzigen Stamm, es ist auf der Seite sehr hoch und sicher. Hoffen wir, dass es noch viele Jahre hält.


 

Home

Reiseziele

Inormation

Reservation

Anforderung

Broschüre bestellen
  Intertreck AG, Haselstrasse 15, 9014 St.Gallen, Schweiz
Telefon Schweiz 071 278 64 64, Fax 071 278 71 77
Tel. International 0041 71 278 64 64, Fax International 0041 71 278 71 77

Kontakt